Am
7.
April 1972 fanden
sich in Frankenberg einige Freunde zusammen und gründeten
mit der Unterstützung
des
Lions
Club Bad
Wildungen einen eigenen Lions Club. Im darauf folgenden
Jahr wurde der
Lions
Club
Frankenberg/Eder
mit der Übergabe der Charterurkunde
endgültig in die internationale Lionsorganisation
aufgenommen.
Heute hat der Club 40 Mitglieder aus den unterschiedlichsten Berufen,
die ihre individuellen Fähigkeiten zum Wohl der
Allgemeinheit einsetzen.
Seit 1994 ist der
Lions
Club Frankenberg/Eder
durch eine offizielle Jumelage mit dem
Lions
Club Farnham
in Südengland verbunden. Im Sinne der
Völkerverständigung pflegen
die beiden Clubs einen intensiven
Austausch. Regelmäßige Treffen,
gegenseitige
Unterstützung bei Aktivitäten und die
Durchführung
gemeinsamer Projekte haben im Laufe der Jahre eine enge Freundschaft
entstehen lassen.
„We
serve - Wir dienen“ ist Motto und Programm der
Lions
Heute in
über 200
Ländern der Erde vertreten – Einsatz
für humanitäre Ziele
Lions
Clubs International (LCI) wurde am 7. Juni 1917
von dem
amerikanischen Kaufmann
Melvin Jones
in Chicago gegründet. Seine Idee war es, aus den damals in den
USA bereits
zahlreich bestehenden sozialen Clubs eine internationale Organisation
zu formen.
Unter dem Motto „We serve – Wir dienen“
wollten sich die Lions – wie sie sich nannten –
weltweit für die Unterstützung notleidender Menschen
einsetzen. Jones war überzeugt,
dass die Wirkung des sozialen Engagements durch eine Bündelung
der Aktivitäten einzelner
Clubs erhöht werden könnte. Seine Vision
stieß auf ein so positives Echo, dass bereits
1920 Lions Clubs in Kanada. Mexiko, Südamerika und China ins
Leben gerufen werden
konnten. Damit war der Grundstein für die weltweite Arbeit der
Lions gelegt. Der erste
deutsche Lions Club wurde am 5. Dezember 1951 in Düsseldorf
gegründet.
In über 200 Ländern der Erde gibt es inzwischen fast
45.000 Lions Clubs
mit über 1,3 Millionen Mitgliedern.
Allein den ca. 1450 deutschen Lions Clubs gehören
über 49.000
Männer und Frauen an.
Längst
für Frauen offen
Während Lions Clubs International zu Gründerzeiten
ausschließlich Männern vorbehalten
war, sind seit 1987 auch Frauen als
Mitglieder willkommen. In Deutschland entstanden
seitdem über 80 Damenklubs sowie ca. 450 gemischte Clubs.
Ansonsten blieb das
Prinzip von Lions
Clubs International seit der Gründung unverändert: In
den Clubs treffen sich Männer
und Frauen aus den unterschiedlichsten Berufszweigen meist zweimal Mal
im Monat zum
Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Diese so genannten Clubabende, bei
denen meist
ein Mitglied über ein aktuelles Thema referiert, werden
begleitet von kulturellen und sozialen
Aktivitäten. Deren Erlöse werden für
bedürftige Menschen bzw. für nationale und
internationale
Hilfsprojekte gespendet. Viele Clubs besitzen im Sinne der
Völkerverständigung
einen oder mehrere ausländische Partnerclubs, mit denen
regelmäßig gemeinsame
Exkursionen und Aktivitäten durchgeführt werden.
Die 1450
deutschen
Lions Clubs sind in 16 selbstständige
Regionen
(Distrikte) aufgeteilt.
Der
Lions Club
Frankenberg/Eder bildet zusammen mit 120 weiteren Lions
Clubs den
Distrikt
111MN,
der sich über den größten Teil Hessens von
Frankfurt im
Süden bis Hofgeismar im Norden erstreckt. An der Spitze jedes
Distriktes steht der für jeweils ein Jahr
gewählte Governor. Nach den
internationalen Bestimmungen bilden die 16 Governor den Governorrat,
das höchste Beschlussgremium
auf Bundesebene. Oberstes Organ ist die Gesamt-Distrikt-Versammlung,
die aus den Delegierten aller deutschen Lions Clubs besteht.
Getreu dem Motto „We serve – Wir dienen“
engagieren sich Lions vor allem dort, wo das
soziale Netz des Staates Löcher hat. Sie unterstützen
beispielsweise Altenheime und
Krankenhäuser, setzen sich für lokale Umwelt- und
Jugendprojekte ein, organisieren
Spendenaktionen für Erdbeben- oder Kriegsgebiete,
fördern Projekte in Entwicklungsländern
und sorgen für die Erhaltung von Kulturdenkmälern.
Hinter allen Vorhaben steht der
Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe. Als größte
Serviceorganisation der Welt ist Lions auch
eine der größten Nichtregierungsorganisationen und
offiziell den Vereinten Nationen angeschlossen.
Jugendförderung
als Schwerpunkt
In der Jugendförderung sehen die Lions einen Schwerpunkt ihrer
Aktivitäten. Die Programme
„KindergartenPlus“ zur
Stärkung der kindlichen Persönlichkeit im
Alter von vier bis fünf Jahren,
„Klasse2000“
zur Gesundheitsvorsorge und Suchtprävention an Grundschulen
sowie
„Lions
Quest – Erwachsen werden“
zur
Persönlichkeitsentwicklung von 10- bis 15-
Jährigen werden an vielen Schulen in Deutschland erfolgreich
eingesetzt.
In den fast 180
Leo
Clubs in Deutschland treffen sich junge Leute
unter 30, um im Sinn von
Lions gesellschaftlich
aktiv zu werden.
Bekämpfung
der Blindheit
Schon seit dem Jahre 1925 setzen sich die Lions für die
Bekämpfung und Verhinderung von Augenkrankheiten und Blindheit
ein. Lions
ermöglichen z.B. jedes Jahr 600.000 kostenlose
Glaukom-Untersuchungen und 20.000 Hornhaut-Transplantationen. Lions
gründen und finanzieren einen
Großteil der Hornhautbanken weltweit sowie hunderte von
Ambulanzen, Krankenhäusern und Sehkraft-Forschungszentren.
Lions
stellen jährlich tausende kostenloser Augenuntersuchungen,
Brillen, Blindenschreibmaschinen, Blindenstöcke, Blindenhunde
und Großdrucktexte zur Verfügung. Lions
sammeln jährlich mehr als 5 Millionen
gebrauchter Brillen zur Verteilung in den Entwicklungsländern.
Derzeit bauen die deutschen Lions Clubs im Zuge der Kampagne
„Sight
First II - Lichtblick für Blinde“ in
Zusammenarbeit
mit der
Christoffel
Blindenmission
Augenkliniken und Ausbildungseinrichtungen für
Augenärzte in Afrika auf.
Übrigens: Lions haben wenig mit Löwen
gemeinsam.
Lions ist eine Abkürzung der englischen
Begriffe „Liberty, Intelligence, Our Nations
Safety“. Auf Deutsch darf man das heute
interpretieren als „Freiheit des Geistes und Weisheit des
Handelns zum Wohlergehen aller
Länder dieser Erde“. Auch eine andere Deutung
kursiert bei den deutschen Lions: „Leben
ist ohne Nächstenliebe sinnlos“.